Mittwoch, 8. Oktober 2014

Reaktion 3

Am Anfang Der Kontrabaß bei Patrick Süskind, spricht der Erzähler über wie großartig der Kontrabass ist. „Und fragen Sie einmal einen Orchestermusiker, wann er den Kontrabaß nicht mehr hört. Ein Fiasko… Ich wollte nur einleitend feststellen, daß der Kontrabaß das yentral Orchesterinstrument ist. Im Grunde weiß das auch jeder.“ S. 11. Aber weiter im Text beleidigt er das Instrument. Es scheint als ob er viel ehrlicher bekommt, je mehr er redet. Er spricht sogar über seine Familie und wie er nur aus Hass mit dem Kontrabass angefangen hat. „…aus Rache an der Mutter aber am größten, unhandlichsten, unsolistischsten Instrument; und um sie quasi tödlich zu kränken und zugleich dem Vater noch einen Fußtritt übers Grab hinweg zu versetzen, werde ich nun doch Beamter: Als Kontrabassist im Staatsorchester, drittes Pult.“ S.39. Man vergisst schnell das er zuerst über Stolz und Ehrfurcht redete, weil am Ende der Lese hat er nur Hass für den Kontrabass. Wenn er darüber stolpert, brüllt er „Ja Kruzifix paß doch auf! Immer im Weg um, der Depp!—Können Sie mir sagen, wieso ein Mann von Mitte Dreißig, nämlich ich, mit einem Instrument zusammenlebt, das ihn permanent nur behindert?! Menschlich, gesellschaftlich, verkehrstechnisch, sexuell und musikalisch nur behindert?!“ S. 69.

1 Kommentar:

  1. Am Anfang von Der Kontrabaß von Patrick Süskind spricht der Erzähler darüber, wie großartig der Kontrabass ist: „Und fragen Sie einmal einen Orchestermusiker, wann er den Kontrabaß nicht mehr hört. Ein Fiasko… Ich wollte nur einleitend feststellen, daß der Kontrabaß das zentral Orchesterinstrument ist. Im Grunde weiß das auch jeder“ (S. 11). Aber weiter im Text beleidigt er das Instrument. Es scheint, als ob er viel ehrlicher wird, je mehr er redet. Er spricht sogar über seine Familie und wie er nur aus Hass mit dem Kontrabass angefangen hat: „…aus Rache an der Mutter aber am größten, unhandlichsten, unsolistischsten Instrument; und um sie quasi tödlich zu kränken und zugleich dem Vater noch einen Fußtritt übers Grab hinweg zu versetzen, werde ich nun doch Beamter: Als Kontrabassist im Staatsorchester, drittes Pult“ (S.39). Man vergisst schnell, dass er zuerst mit Stolz und Ehrfurcht darüber redete, denn am Ende der Lektüre hat er nur Hass auf den Kontrabass. Wenn er darüber stolpert, brüllt er „Ja Kruzifix paß doch auf! Immer im Weg um, der Depp!—Können Sie mir sagen, wieso ein Mann von Mitte Dreißig, nämlich ich, mit einem Instrument zusammenlebt, das ihn permanent nur behindert?! Menschlich, gesellschaftlich, verkehrstechnisch, sexuell und musikalisch nur behindert?!“ (S. 69).

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